ÄNGSTE | SORGEN

»Ich habe oft Angst«

Ängste sind sehr weit verbreitet. Bei ihnen stehen Furcht im Sinne eines Bedrohungsgefühls und Vermeidungsverhalten als automatisches Bewältigungsverhalten im Vordergrund. Es sind verschiedene Ängste unterscheidbar. Gemeinsamkeit aller Angststörungen ist eine in Bezug zur Realität unangemessene Angstreaktion, die wiederholt auftritt. Angststörungen sind durch die Wahrnehmung von Bedrohung charakterisiert, ohne dass eine reales Gefährdungserlebnis vorliegt. Folge der Angstreaktion sind nicht funktionale Bewältigungsstrategien.

Die Unterschiede zwischen den Ängsten beziehen sich auf den Inhalt der Furcht (z.B. Phobien mit der Furcht vor bestimmten Objekten, Situationen oder Tätigkeiten) oder auf allgemeine und anhaltende Befürchtungen, wie bei der generalisierten Angst.

Auch die zeitliche Dynamik der Angstreaktion und Bewältigungsstrategien sind unterschiedlich. Bei einer Panikstörung entsteht eine rapied Furchtentwicklung mit oder ohne äusseren Anlass. Bei Zwangsstörungen liegt die dysfunktionale stereotype Bewältigungstrategie im Zentrum der Störung. Ursache von Ängsten können auch andere psychische Krankheiten sein.

 

Die Panikstörung ist durch das unvermittelte Auftreten von Panikattacken gekennzeichnet. Diese Attacken sind starke Angstanfälle mit zahlreichen körperlichen aber auch kognitiv-emotionalen Symptomen. Sie tritt meist spontan auf und erreicht innerhalb von 10 Minuten ihren Höhepunkt. Körperliche Symptome bei Panikattacken sind beschleunigter Herschlag, Schwitzen, Zttern, Atemnot, Beklemmunsgefühle, Übelkeit, Schwindel usw. Kognitiv-emotionale Symptome sind: Angst die Kontrolle zu verlieren, Das Gefühl der Unwirklichkeit oder ein Gefühl des Losgelöst-seins. Es bildet sich zudem meist eine Angst vor der Angst heraus. Nach Clark (1986) entsteht die Panikstörung durch ein Zusammenwirken von Fehlinterpretationen und Aktivierung von Körperreaktionen. Eine positive Rückkopplung von Bewertung, Angst, physiologischen Veränderungen und Körperempfindungen erklärt im Sinne eines „Teurfelskreislaufs“ die rasche Entwicklung einer intensiven Angstattacke.

Menschen, die unter einer generalisierten Angststörung leiden, schildern in unterschiedlichem Ausmaß, eine anhaltende und generalisierte Angst über Monate oder Jahre hinweg, die nicht auf bestimmte Umgebungsbedingen (wie bei phobischen Störungen) beschränkt ist, sondern in vielen Situationen (Familie, soziale Beziehungen, Arbeit, Gesundheit, Finanzen, Alltägliches) auftritt. Inhalt der Angst sind meist unbegründete Sorgen und Befürchtungen von zukünftigen Erkrankungen und/oder Unglücken, so dass die Bewältigung alltäglicher Aufgaben kaum oder nicht mehr gelingt.

Dabei manifestieren sich körperliche Symptome, wie Zittern, Herzrasen, Schwindel, Derealisation und Depersonalisation, Übelkeit, innere Unruhe, Unfähigkeit sich zu entspannen, Hitzewallungen, Muskelverspannungen, Konzentrationsstörungen, Nervosität, Schlafstörungen, Spannungskopfschmerz, Benommenheit, Kribbeln.

Die körperlichen Beschwerden sind meist die Folge von negativen Gedanken, Sorgen und Grübeleien.

 

Hauptmerkmal der sozialen Phobie ist eine ausgeprägte und anhaltende Angst vor sozialen Situationen, in denen Peinlichkeiten auftreten könnten. Vordergründig ist die Befürchtung eigenes Verhalten oder bemerkbare körperliche Reaktionen (z.b. Erröten, Schwitzen, Zittern) könnten von anderen Menschen negativ bewertet werden. Es treten dann Gefühle von Scham und Demütigung auf. Als Folge entwickelt sich Vermeidungsverhalten dieser Situationen, welches das Leben einschränkt und zu erheblichem Leiden führt. Nach Beck, Emery und Greenberg (1985) sind negative kognitive Schemata die zentrale Urache dieser Störung. Dazu gehören vor allem die Selbstwertung als inkompetent, die Furcht das eigene Verhalten würde enicht den sozialen Rollenerwartungen angemessen sein, sehr perfektionistische Standards in der Bewertungdes eiengen Verhaltens und die Erwartung dass andere Menschen auch sehr kriticsch den Betrefffen den beurteilen. Sowie die Bedeutung gesellschaftlicher Normen und der Bewertung druch andere. Eine Folge dieser Schemata sind auch automatische Gedanken, z.B. die anderen finden mich langweilig oder inkompetent, oder sehen dass ich unfähig bin. Die soziale Phobie wird trotz gegenläufiger Efahrungen durch exzessive Selbstaufmekrsamkeit, verzerrte Vorstellungen um eigenen Erscheinungsbild und Sicherheitsverhalten aufrechterhalten.

Furcht vor und Vermeidung von bestimmten Objekten oder Situationen. Z.B. spezifische Tierphobien, Flugphobie, Klaustrophobie, Höhenphobie. Teils besteht kein Leidensdruck, da die Betroffenen der Meinung sind, dass sie aufgrund der Vermeidung gar keine Ängste erleben.

MÖGLICHE ANSATZPUNKTE
IN DER THERAPIE

Die Therapie wird individuell auf die Problematik und Bedürfnisse abgestimmt. Folgende Punkte könnten z.B. dabei mit einfließen:

  • Den Angstprozess wahrnehmen und verstehen
  • Vermeidungs- und Rückversicherungsverhalten reduzieren
  • Aufmerksamkeitslenkung durch metakognitives Vorgehen
  • Ausüben von Entspannungsverfahren
  • Achtsamkeit und Akzeptanz
  • Werte und Ziele
  • U.a.