ÄNGSTE | SORGEN

»Ich habe oft Angst«

Ängste und Sorgen – was ist „normal“, wo fängt die Störung an?

Nahezu jeder Mensch kennt das Gefühl der Angst. Seit jeher ist die Angst eine gesunde Reaktion auf eine Gefahrensituation und dient dem Überleben. Wenn sich jedoch Ängste im Alltag in einem so belastenden Ausmaß zeigen, dass die eigene Lebensqualität eingeschränkt ist, spricht man von einer Angststörung.

Wenn eine oder mehrere dieser Aussagen auf Sie zutrifft, kann Psychotherapie bei der Bewältigung Ihrer Ängste helfen:

  • Ich fühle mich durch meine Ängste in meiner Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt.
  • Aufgrund meiner Ängste sehe ich meine Partnerschaft oder meine Arbeit in Gefahr.
  • Ich greife auf Alkohol, Beruhigungstabletten oder Drogen zurück, um besser mit meinen Ängsten umgehen zu können.
  • Ich leide unter Schlafstörungen, weil sich ständig das „Sorgenkarussell“ dreht.
  • Ich fühle mich zunehmend einsam und niedergeschlagen aufgrund meiner Ängste usw.

Unterschiedliche Arten von Ängsten und wie sie unser Leben beeinflussen

Die Gemeinsamkeit aller Angst-Störungen ist eine gewisse Unangemessenheit in der Wahrnehmung von Bedrohung. Dieses Bedrohungsgefühl geht in vielen Fällen mit einer Vermeidung der Auslöser-Situation als automatisches Bewältigungsverhalten einher. Das Problem dabei ist, dass dieses Vermeidungsverhalten unter anderem massive Einschnitte in die Lebensqualität mit sich zieht.

Die Unterschiede zwischen den Ängsten beziehen sich auf den Inhalt (z.B. Phobien mit der Furcht vor bestimmten Objekten, Situationen oder Tätigkeiten) oder auf allgemeine und anhaltende Befürchtungen, wie bei der generalisierten Angst.

Auch die zeitliche Dynamik der Angstreaktion und Bewältigungsstrategien sind unterschiedlich. Während bei einer Panikattacke beispielsweise eine rapide Furchtentwicklung mit oder ohne äußeren Anlass entsteht, bringt die sogenannte „Zwangsstörung“ eine dauerhafte Beschäftigung rund um das eigene Angstthema mit sich. Dies zeigt sich in Form von eindringlichen Gedankenmustern, die zwanghafte Dränge und Zwänge nach sich ziehen können.

Angststörungen im Überblick

Die Panikstörung ist durch das unvermittelte Auftreten von Panikattacken gekennzeichnet. Diese Attacken sind starke Angstanfälle mit zahlreichen körperlichen aber auch kognitiv-emotionalen Symptomen. Sie tritt meist spontan auf und erreicht innerhalb von 10 Minuten ihren Höhepunkt. Körperliche Symptome bei Panikattacken sind beschleunigter Herschlag, Schwitzen, Zttern, Atemnot, Beklemmunsgefühle, Übelkeit, Schwindel usw. Kognitiv-emotionale Symptome sind: Angst die Kontrolle zu verlieren, Das Gefühl der Unwirklichkeit oder ein Gefühl des Losgelöst-seins. Es bildet sich zudem meist eine Angst vor der Angst heraus. Nach Clark (1986) entsteht die Panikstörung durch ein Zusammenwirken von Fehlinterpretationen und Aktivierung von Körperreaktionen. Eine positive Rückkopplung von Bewertung, Angst, physiologischen Veränderungen und Körperempfindungen erklärt im Sinne eines „Teurfelskreislaufs“ die rasche Entwicklung einer intensiven Angstattacke.

Menschen, die unter einer generalisierten Angststörung leiden, schildern in unterschiedlichem Ausmaß, eine anhaltende und generalisierte Angst über Monate oder Jahre hinweg, die nicht auf bestimmte Umgebungsbedingen (wie bei phobischen Störungen) beschränkt ist, sondern in vielen Situationen (Familie, soziale Beziehungen, Arbeit, Gesundheit, Finanzen, Alltägliches) auftritt. Inhalt der Angst sind meist unbegründete Sorgen und Befürchtungen von zukünftigen Erkrankungen und/oder Unglücken, so dass die Bewältigung alltäglicher Aufgaben kaum oder nicht mehr gelingt.

Dabei manifestieren sich körperliche Symptome, wie Zittern, Herzrasen, Schwindel, Derealisation und Depersonalisation, Übelkeit, innere Unruhe, Unfähigkeit sich zu entspannen, Hitzewallungen, Muskelverspannungen, Konzentrationsstörungen, Nervosität, Schlafstörungen, Spannungskopfschmerz, Benommenheit, Kribbeln.

Die körperlichen Beschwerden sind meist die Folge von negativen Gedanken, Sorgen und Grübeleien.

 

Hauptmerkmal der sozialen Phobie ist eine ausgeprägte und anhaltende Angst vor sozialen Situationen, in denen Peinlichkeiten auftreten könnten. Vordergründig ist die Befürchtung eigenes Verhalten oder bemerkbare körperliche Reaktionen (z.b. Erröten, Schwitzen, Zittern) könnten von anderen Menschen negativ bewertet werden. Es treten dann Gefühle von Scham und Demütigung auf. Als Folge entwickelt sich Vermeidungsverhalten dieser Situationen, welches das Leben einschränkt und zu erheblichem Leiden führt. Nach Beck, Emery und Greenberg (1985) sind negative kognitive Schemata die zentrale Urache dieser Störung. Dazu gehören vor allem die Selbstwertung als inkompetent, die Furcht das eigene Verhalten würde enicht den sozialen Rollenerwartungen angemessen sein, sehr perfektionistische Standards in der Bewertungdes eiengen Verhaltens und die Erwartung dass andere Menschen auch sehr kriticsch den Betrefffen den beurteilen. Sowie die Bedeutung gesellschaftlicher Normen und der Bewertung druch andere. Eine Folge dieser Schemata sind auch automatische Gedanken, z.B. die anderen finden mich langweilig oder inkompetent, oder sehen dass ich unfähig bin. Die soziale Phobie wird trotz gegenläufiger Efahrungen durch exzessive Selbstaufmekrsamkeit, verzerrte Vorstellungen um eigenen Erscheinungsbild und Sicherheitsverhalten aufrechterhalten.

Furcht vor und Vermeidung von bestimmten Objekten oder Situationen. Z.B. spezifische Tierphobien, Flugphobie, Klaustrophobie, Höhenphobie. Teils besteht kein Leidensdruck, da die Betroffenen der Meinung sind, dass sie aufgrund der Vermeidung gar keine Ängste erleben.

Was Sie selbst tun können

  • Entlarven Sie die Auslöser Ihrer Angst
  • Schauen Sie ob und was Sie tun können ganz nach dem Motto: Love it, leave it or change it.
  • Achten Sie auf Ihre Ressourcen und Ihr Wohlbefinden
  • Umgeben Sie sich mit Aufgaben und Menschen, die Ihnen gut tun

Angststörungen therapeutisch behandeln

Angststörungen sind in der Regel gut therapeutisch behandelbar. Im Gespräch stellen wir fest, ob bei Ihnen eine Angststörung vorliegt, ob eventuell andere psychische Probleme als Auslöser vorliegen und welche Behandlung für Sie in Frage kommt.

Angststörungen bleiben unbehandelt oft lebenslang bestehen und bilden sich nur selten von allein wieder zurück.

 

MÖGLICHE ANSATZPUNKTE
IN DER THERAPIE

Die Therapie wird individuell auf die Problematik und Bedürfnisse abgestimmt. Folgende Punkte könnten z.B. dabei mit einfließen:

  • Den Angstprozess wahrnehmen und verstehen
  • Vermeidungs- und Rückversicherungsverhalten reduzieren
  • Aufmerksamkeitslenkung durch metakognitives Vorgehen
  • Ausüben von Entspannungsverfahren
  • Achtsamkeit und Akzeptanz
  • Werte und Ziele
  • U.a.

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Ich möchte Sie dabei unterstützen, mit Ihren Beschwerden besser umzugehen und so neue Perspektiven zur Gestaltung Ihres Lebens zu entwickeln.

Ich berate Sie gerne online oder in meiner Praxis in München.
Ihre Silke Jakobi

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